Die erste Nacht an einem unbekannten Ort prägt oft unseren ersten Eindruck. Meine war ziemlich unruhig. Ich schlafe oben in einem Stockbett, Astrid liegt unter mir. Mit uns im Zimmer sind die beiden Mädchen. Chloé ist echt nett, aber sie schnarcht. Angeblich nur im Moment, weil sie eine heftige Gräserpollenallergie hat. Ich dachte eigentlich, dass Allergien vor allem im Frühling lästig sind, aber tatsächlich können sie einen das ganze Jahr über verfolgen. Ich kenne das von meiner Mutter, die ihr halbes Leben damit verbringt, im Internet die Pollenflugvorhersage zu checken.
Chloé niest und hustet, aber das Schlimmste ist, dass sie schnauft wie eine Dampflok. Warum musste ausgerechnet ich mit ihr im Zimmer landen? Hätte man uns nicht wenigstens vorwarnen können, dass wir den Schwarzen Peter gezogen haben? Chloé sieht müde aus, aber vor allem ist es ihr unangenehm, dass wir ihretwegen schlecht schlafen. Allerdings bin ich anscheinend die Einzige, die sie schnarchen gehört hat. Warum musste ich nur den empfindlichen Schlaf von Papa erben? Astrid steht immer früh auf, weil sie dank ihres festen Schlafs „gut ausgeruht“ ist, wie Mama sagen würde, während ich immer lange liegen bleibe, da ich so „unruhig“ schlafe. Immer die gleiche Leier.
Chloé éternue, tousse, mais le plus fatigant, c’est qu’elle siffle comme une locomotive. Pourquoi c'est moi qui ai dû atterir dans sa chambre ? On aurait pu nous prévenir quand même qu’on allait devoir se coltiner un boulet. Chloé avait l’air très fatiguée ce matin, mais aussi vraiment embêtée de nous avoir empêché de dormir. En fait, je suis la seule à l’avoir entendue. Pourquoi est-ce que j’ai hérité du sommeil de Papa ? Astrid, elle se lève tôt, parce qu’elle a un sommeil « réparateur » dit toujours notre chère mère, alors que moi je dors longtemps car mon sommeil est « agité ». On connait la chanson.
Heute Morgen gibt es jedenfalls keine Gnade, um 8 Uhr müssen wir zum Frühstück im großen Speisesaal sein, damit wir pünktlich um 9 Uhr mit den Sprach-Ateliers beginnen können. „Wir fangen mit einem kleinen Kennenlernspiel an“, sagt Iris.
Das Programm, das sie gestern Abend ausgeteilt haben, hat sich eigentlich recht vielversprechend angehört, aber heute Morgen fühle ich mich dermaßen kaputt, dass ich plötzlich nicht mehr wirklich überzeugt bin. Außerdem hat der schöne Paul mich gestern beim Abendbrot komplett ignoriert. Überhaupt schien ihm alles egal zu sein, außer, seinen Fanclub zu amüsieren. Er hat gar nicht mehr aufgehört, sich über die verschiedenen Aufschnittsorten, den langweiligen deutschen Käse und den Gurkensalat mit Dill lustig zu machen, dabei hat er selbst behauptet, dass er nicht zum ersten Mal in Deutschland ist.
Interkulturelle Fragen scheinen jedenfalls nicht seine Stärke zu sein, wohingegen es ihm offenbar größtes Vergnügen bereitet, auf Klischees herumzureiten und alles schlecht zu machen, was neu oder unbekannt ist. Man kann sich schon fragen, was er eigentlich hier will, auf einer deutsch-französischen Jugendfreizeit. Und vor allem kann man sich fragen, was ich an ihm so toll finde. Sein Aussehen zieht mich einfach an, und wahrscheinlich wünsche ich mir insgeheim, dass auch er mich gut findet.
De toute manière, les questions interculturelles, ce n’a pas l’air d’être son fort. Au contraire, il semble utiliser les clichés avec beaucoup de plaisir, et de ne pas laisser sa chance à la nouveauté, s’il estime qu’elle n’est pas à son goût. C’est à se demander ce qu’il fait ici, dans un centre franco-allemand et surtout ce que je peux bien lui trouver… En fait, je le trouve tout simplement beau, et probablement qu'au fond de moi, j’aimerais en que ce soit réciproque.
Wenn ich Paula wäre, die schon immer reifer war als ich, würde ich bestimmt versuchen mit ihm ins Gespräch zu kommen, um mir ein etwas vollständigeres Bild von ihm zu machen und herauszufinden, wie er wirklich ist und was hinter der Fassade steckt.
Mein Telefon klingelt. Es ist Paula. Sie ist total aufgeregt und möchte mir unbedingt in allen Einzelheiten von ihrem Nachmittag mit Arno erzählen, doch ich unterbreche sie sofort und sage, dass ich jetzt nicht kann, weil die anderen sonst auf mich warten müssen. Paula schläft normalerweise auch gerne länger, aber mit Schmetterlingen im Bauch hält sie es im Bett anscheinend nicht mehr aus. Deswegen ruft sie mich auch um 8 Uhr 45 an, und das mitten in den Ferien. Ich bin extra vom Tisch aufgestanden und nach hinten gegangen, dennoch ich habe das Gefühl, dass alle mich anstarren, wahrscheinlich, weil ich kaum spreche und nur die ganze Zeit mit dem Kopf nicke.
Paula ist eigentlich sehr vernünftig, aber dieses Mal scheint es sie richtig erwischt zu haben. Ich freue mich sehr für sie, obwohl ich gleichzeitig etwas eifersüchtig bin. Ich würde so gerne das Gleiche erleben! Letztlich höre ich ihr doch eine ganze Weile lang zu, behalte dabei nur das Wichtigste – Paula ist mit einem supertollen, witzigen und dann auch noch aufmerksamen Typen zusammen, der Sommer kann beginnen –, und antworte schließlich, dass ich sie zurückrufe, sobald ich etwas mehr Zeit habe. Und da, kaum habe ich aufgelegt, steht auf einmal Paul vor mir und sagt mit einem spöttischen Grinsen:
Paula a la tête sur les épaules, mais là, elle semble être à côté de la plaque. Je suis très contente pour elle, et en même temps, je suis un peu jalouse, car j'aimerais bien que cela m'arrive aussi. Après l’avoir bien écoutée et n’avoir retenu que l’essentiel – Paula sort avec un mec génial, marrant, attentionné et donc l’été s’annonce bien – je lui dis que je vais la rappeler dès que j’aurai un vrai moment à moi. Et là, alors que je suis en train de raccrocher, je vois Paul qui s’avance vers moi, un sourire moqueur aux lèvres et me dit:
„War das deine Mama, oder was? Du scheinst ihr ja ganz schön zu fehlen, so viel wie sie dir zu erzählen hatte.“ Er lacht höhnisch. Ich sehe ihn böse an und antworte spontan auf bretonisch, wahrscheinlich mit leicht deutschem Akzent: „Genaoueg!“ Sein Lachen verebbt, er glotzt mich perplex an. „Du kannst Bretonisch? Aber du bist doch Deutsche!“ Mist, er hat verstanden. Ich merke, wie ich rot werde. Ich habe gerade Vollidiot zu ihm gesagt, es kam ganz selbstverständlich, so wie ich es aus meinen Ferien in der Bretagne kenne. Es sollte abweisend klingen, aber er scheint sich nicht weiter davon beeindrucken zu lassen. „Ja, stell dir vor, ich kann ein bisschen Bretonisch. Und das am Telefon war nicht meine Mutter“, setze ich in etwas holprigem Französisch hinzu.Paul antwortet ausgesprochen freundlich und ausführlich auf Deutsch. „Okay, das war dumm von mir, tut mir leid. Dass du mir auf Bretonisch antwortest, finde ich super. Ich komme nämlich aus Douarnenez, vielleicht kennst du das ja … Ein kleines Fischerdorf, bekannt für seine Sardinen und den Kouign Amann. Das ist ein karamellisierter Blätterteigkuchen, der quasi nur aus Zucker und Butter besteht. Ich habe für den Spezialitäten-Abend einen mitgebracht! Heute ist Douarnenez auch ein Treffpunkt für Künstler, meine Mutter hat dort eine Galerie.“
Es ist unglaublich: Innerhalb von ein paar Sekunden hat er sich von einer plumpen Nervensäge in meinen besten Kumpel verwandelt, und ganz nebenbei macht er auch noch den Touristenführer.
Alors là, je n’en reviens pas. Du garçon prétentieux, il s’est transformé en quelques secondes en super pote, qui se prend aussi pour un guide touristique.
„Ja, Douarnenez kenne ich, mein Vater hat dort einen Kindheitsfreund. Und die Partnerschule von meinem Gymnasium liegt im Finistère. Trotzdem danke für die Infos.“So, das war’s fürs Erste. Ich habe keine Lust, die Unterhaltung fortzusetzen, außerdem ruft Julien uns in den Besprechungsraum. Astrid und Adel stehen angeregt diskutierend vor der Tür, wo jemand „Bienvenue – Willkommen“ auf ein Flipchart geschrieben hat. Als ich den Raum betrete, zwinkert sie mir verständnisinnig zu. Ich antworte mit einem Lächeln. Meine Schwester ist ganz in ihrem Element, und ich muss zugeben, dass ich mich für sie freue. Paul habe ich einfach stehen lassen, aber als wir schließlich im Stuhlkreis mit der Vorstellungsrunde beginnen, spüre ich seinen Blick auf mir.
Die dritte Aktivität, die Iris mit uns macht, heißt „Schattenspiel“. Als Erstes sollen wir deutsch-französische Tandems bilden, dann wird das Profil des Partners mit einem Tagelichtprojektor an die Wand geworfen und jeder zeichnet auf einem aufgehängten Blatt die Konturen nach. In die Form soll man schließlich etwas über seine Familie, Freunde oder Hobbys hineinschreiben, -malen oder -zeichnen, bevor das Bild der Gruppe präsentiert wird. Die Porträts werden für den Rest des Aufenthalts ausgestellt.
Le troisième jeu de présentation que présente Iris s’appelle « L’ombre chinoise ». Il s’agit dans un premier temps de former des couples binationaux. Ensuite, chacun dessine à tour de rôle le profil de l’autre à l’aide d’un projecteur de diapos et d’une feuille de papier accrochée au mur. À l’intérieur du dessin, chacun écrit ou dessine des informations sur lui-même, sa famille, ses amis, ses hobbies. Enfin, il présente son portrait au groupe. Les portraits restent accrochés aux murs au moins pendant deux jours.
Ich staune nicht schlecht, als Paul auf mich zukommt und mich fragt, ob ich seine Tandempartnerin sein möchte. Ich lächle zustimmend, dann gehen wir nach hinten, um mit unserem Schattenporträt anzufangen. Unsere Unterhaltung läuft sehr flüssig, Paul beginnt zu erzählen: Von seiner Mutter, die als Künstlerin und Zeichnerin arbeitet und die er zu bewundern scheint, seinem Vater, der Schreiner ist und zu dem er wohl kein besonders enges Verhältnis hat, seinem großen Bruder, der in Paris Informatik studiert, von seinem Gymnasium, wo er bestimmt der Schwarm aller Mädchen ist, und schließlich von seinem Interesse für Deutschland, die deutsche Sprache und die deutsche Kultur, die ihn bei aller Kritik sehr fasziniert. Schließlich sagt er noch, dass er gern segelt und Gitarre spielt. Ich mache mir Notizen und skizziere eine Gitarre und ein Segelboot, dann bin ich dran. Es stört mich ein bisschen, Dinge von mir preiszugeben, ganz im Gegensatz zu Paul, der mir gerade in mehr als passablem Deutsch die Kurzversion seines Lebenslaufs präsentiert hat. Was mir am Unangenehmsten ist, sind die Präsentationen vor der Gruppe.
Ich erzähle daher nicht mehr als unbedingt nötig: Ein bisschen von Astrid, von meinen Eltern, von Düsseldorf, meiner geliebten Heimat, von meinen Ballettstunden und von meinen beiden besten Freundinnen, Paula und Erika. Paul hört nicht auf zu zeichnen. Während ich es gerade mal zu ein paar dilettantischen Kinder-Bildchen gebracht habe, präsentiert er meine Mini-Biografie in Form eines Comics – einfach genial! Er hat so viele Begabungen, dass es fast schon nervt. Ich bin übrigens nicht die Einzige, der das auffällt. Auch die Anderen bestaunen das Porträt, das er von mir gemacht hat, und machen ihm Komplimente.
Je me contente donc du minimum. Je parle rapidement d’Astrid, de mes parents, de Düsseldorf, ma ville que j’adore, de mes heures de danse classique et de mes deux meilleures amies : Paula et Erika. Lui, il dessine pendant tout ce temps. Alors que je me suis contentée d’esquisses primaires, il a présenté ma micro-biographie sous forme de bande dessinée. Il est génial : encore un autre vrai talent ! Cela devient presque agaçant. D’ailleurs, je ne suis pas la seule à le remarquer. Tout le monde vient admirer le portrait qu’il a fait de moi, et le félicite.
Paul nimmt die Glückwünsche ziemlich bescheiden entgegen, doch als Astrid und Chloé an der Reihe sind, macht er sich ungeniert über den Vortrag meiner Schwester lustig.
„Mündliche Präsentationen sind nicht gerade ihre Stärke, oder?“ flüstert er mir ins Ohr. „Zum Glück hat sie es nicht auch noch auf Französisch versucht, sonst hätten wir wahrscheinlich gar nichts mehr kapiert. Es war ja schon auf Deutsch kompliziert zu verstehen, dass sie über Chloé spricht.“ Er lacht gehässig.
„Mündliche Präsentationen sind nicht gerade ihre Stärke, oder?“ flüstert er mir ins Ohr. „Zum Glück hat sie es nicht auch noch auf Französisch versucht, sonst hätten wir wahrscheinlich gar nichts mehr kapiert. Es war ja schon auf Deutsch kompliziert zu verstehen, dass sie über Chloé spricht.“ Er lacht gehässig.
Seine Bemerkung ist gemein, aber irgendwie auch lustig. Felix und Yanis, seine beiden Verbündeten, kichern in unserem Rücken. Die drei sind praktisch unzertrennlich, Paul ist ganz offensichtlich ihr Anführer. Sie haben sich bei einem deutsch-französischen Austausch-Programm kennengelernt, Yanis und Felix waren Austauschpartner, zuerst drei Monate in Frankfurt, dann in der Bretagne. Paul hat auch teilgenommen und war in Deutschland auf dem gleichen Gymnasium wie sein Kumpel Yanis, aber seinen Tandempartner hat er danach schnell aus den Augen verloren. Das Trio hat sich während der Zeit in Deutschland gefunden, in Frankreich konnten sie dann ihre Freundschaft noch vertiefen, so dass sie trotz der Distanz bis heute gehalten hat.
Sa remarque est méchante, mais je la trouve aussi amusante. Felix et Yanis, ses deux acolytes rigolent dans notre dos. Ces trois-là sont inséparables, même si Paul semble clairement mener la danse. Ils se sont connus pendant un échange de trois mois dans le pays partenaire. Yanis et Felix étaient correspondants, d'abord trois mois à Francfort puis en Bretagne. Paul a également participé, il était dans le même établissement que son copain français, logé chez un autre correspondant qu'il a vite perdu de vue. Le trio s’est formé en Allemagne, il s’est consolidé en France, puis a perduré malgré la séparation.
Yanis und Paul gehen seit der Grundschule in die gleiche Klasse und sind schon ewig befreundet. Paul hat sogar schon zweimal die Ferien bei Yanis‘ Großeltern in Marokko verbracht. In der Bretagne gehen sie zusammen segeln und verbringen auch sonst viel Zeit zusammen. Hier im Ferienzentrum sind alle drei auf dem gleichen Zimmer und hängen praktisch nonstop miteinander herum. Mal sprechen sie Deutsch, mal Französisch, nicht nur zur normalen Kommunikation, sondern auch, um sich über die anderen lustig zu machen. Ich habe nicht lange gebraucht, um ihr Spielchen zu durchschauen, aber bis jetzt haben sie die Grenzen nicht überschritten. Was hämische Kommentare und Kritik angeht, bin ich seit der Geschichte mit Niels ziemlich empfindlich. Pauls Bemerkung über Astrid war nicht nett, aber da ich selbst lachen musste, lasse ich es noch mal durchgehen.
Es folgen weitere, mehr oder weniger interessante Sprach-Ateliers. Mein Eindruck von Paul ändert sich im Minutentakt, mal ist es richtig witzig mit ihm, mal wieder sehr distanziert oder sogar total nervig. Genau wie sein Charakter eben.
Les jeux d’animation linguistique s’enchaînent et sont plus ou moins intéressants. Avec Paul, c’est une relation en dents de scie qui se met en place, soit très plaisante, soit distante voire soûlante, comme sa personnalité.
Was seine Freunde betrifft, merke ich schnell, dass ich keine Lust habe, sie anzusprechen. Nicht, dass ich auf ihren Dreier-Club eifersüchtig wäre, aber ihr komisches Gehabe nervt mich einfach, es kommt mir so vor, als würden sie sich gegenseitig zu immer dümmeren Kommentaren anstacheln. Beispielsweise höre ich zufällig, wie sie über Pfandflaschen diskutieren. Yanis hat seit unserer Ankunft schon drei leere Plastikflaschen gebunkert, was ihm aber noch längst nicht genug ist. Er will möglichst viele weggeworfene Dosen und Flaschen einsammeln und sich dann einzeln das von den Konsumenten hinterlegte Pfand am Automaten auszahlen lassen. Was für uns Deutsche eine völlig banale Gewohnheit ist, finden die Franzosen total aufregend, als wären die deutschen Supermärkte mit ihren überall aufgestellten Pfandautomaten Spielcasinos, in denen man immer gewinnt. In meinen Augen muss man schon ziemlich hohl im Kopf sein, wenn man so etwas toll findet.
Da ich meine Zeit nicht weiter vergeuden will, schaue ich mich ein bisschen unter den anderen Teilnehmern um und lerne Milan aus Hamburg kennen. Wir verstehen uns sofort richtig gut. Wie sich bei den Workshops herausstellt, haben wir den gleichen Humor, wir lachen immer im gleichen Moment und lästern über die gleichen Personen. Sein Aussehen ist allerdings nicht mein Ding: Er ist groß und blond wie ich, aber seine blauen Augen finde ich irgendwie ausdruckslos, und sein Oberlippenflaum ist auch nicht gerade attraktiv. Ich habe den Eindruck, dass er sich in seinem Körper nicht wohl fühlt. Seine etwas weibliche Art gefällt mir, solche Jungs sind meistens die besten Kumpels. Milan ist sehr schnell von Begriff, er kennt mich kaum, doch er hat sofort durchschaut, was da zwischen Paul und mir läuft. Er scheint direkt verstanden zu haben, wie ich ticke.
Comme je ne veux pas gâcher mon temps plus longtemps, je jette un petit coup d'oeil parmi les autres participants et fais la connaissance de Milan. Un compatriote de Hambourg, avec lequel j’accroche tout de suite car nous partons sur les mêmes délires pendant les activités proposées. Disons que nous avons le même humour et que nous nous moquons des mêmes personnes au même moment. Par contre, je ne le trouve pas très beau. Lui aussi est blond, grand, ses yeux bleus ne sont pas très expressifs, et sa barbe naissante n’est pas très jolie non plus. Il n’a pas l’air très à l’aise dans son corps. Il a un côté très efféminé qui me plaît pour en faire un super copain. Son point fort, c’est sa perspicacité. Il me connaît à peine, et il a déjà perçu le petit jeu de « séduction » que nous pratiquons avec Paul. On dirait qu'il a tout de suite compris mon fonctionnement.
Kann er vielleicht mein Vertrauter werden? Während der Mittagspause machen wir einen Spaziergang um das Freizeitheim und stellen beide gleichzeitig fest, dass wir nicht auf dem Land leben wollten. Ich freue mich, diese Abneigung mit Milan zu teilen.